Auf Nutria an Nebenarmen der Elbe

Krefelder Fuchsfalle Marke
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Über Grenzen zu blicken erweitert den eigenen Horizont und kann helfen Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen und sich gezielt darauf vorzubereiten. Wer von Hamburg aus aufs Nachbarland Niedersachsen blickt, könnte erkennen: Für dessen 650 Kilometer Sturmflut- und 1.000 Kilometer Binnendeiche sowie für Röhrichtbestände, Bruträume für Fische und Wasservogel-Ökosysteme gibt es ein Problem. Es heißt: Nutria. Und die Erfahrung lehrt, dass Behörden dieses Problem beim ersten Auftauchen der Neozoen
aus Südamerika angehen sollten – so früh und entschieden wie möglich. 

Niedersachsen hat dafür schon in 2002 die Nutria zum jagdbaren Wild erklärt und angesichts von deren enormer Vermehrung erlegten seine Jäger – nach einer kurzen Phase, in der sich die Strecke bei 4.000 – 5.000 einpendelte – in 2020 mit 41.369 Exemplare fast zehnmal mehr Nutria als vor zehn Jahren.

 

 

Vervierfachung der Strecke in zwei Jahren

In Hamburg haben Nutria seit Mitte der 1990er Jahre vor allem die Bezirke Altona, Bergedorf, Harburg und Mitte besiedelt. Ins Jagdrecht aufgenommen hat die Hansestadt die Sumpfbiber zwar nicht, aber die Stadt erlaubt den Jagdausübungsberechtigten, dass sie im Rahmen des Jagdschutzes nichtführende Nutria erlegen. Die Umweltbehörde bittet Hamburgs Jäger und Jägerinnen sogar explizit, dass sie die Nager „beherzt bejagen“ – sei es mit der Büchse oder mit Fallen. Und dies tun sie! Die Erlegungsstatistik der Obersten Jagdbehörde Hamburgs – der „Wildnachweis“ – weist aus, dass in der Hansestadt im Jagdjahr 2019 insgesamt 313 Nutria erlegt wurden, in 2020 waren es schon 538 und im Jahr 2021 dann 1.447. Damit hat sich die Nutria-Strecke in nur zwei Jahren mehr als vervierfacht.

 

Vom Nutria-Fieber gepackt

Mit zum Jagderfolg auf Nutria in Hamburg trägt der Jäger Carsten Jacobsen bei. Seine Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren im Stadtteil Ochsenwerder im Bezirk Bergedorf Landwirtschaft und die Jagdpacht für das Niederwildrevier liegt seit Ewigkeiten in ihrer Hand. Es gibt Rehwild, Hasen, Fasanen, Nilgänse usw. Die Neozoen aus Afrika haben allerdings in Hamburg keine Jagdzeit. Und es gibt Nutria. Am Silvestertag 2019 hat Carsten Jacobsen mit seiner Schrotflinte sechs davon erlegt und anschließend gemerkt, dass Nutria
nachtaktiv werden, sobald sie Jagddruck verspüren. In diesem Moment hat Carsten Jacobsen das Nutria-Fieber gepackt, seither stellt er begeistert Fallen. 

 

 

Unbejagte Schutzgebiete bilden Reservoirs

Entschieden hat er sich für das Fallen-Modell, das auch viele Naturschutzbehörden gegen Neozoen einsetzen – die WeKa invasiv-Lebendfalle. „Damit kann man gezielt Nutria fangen und in der Falle und im Fangnetz perfekt kontrollieren, was man gefangen hat. Verwechslungen sind ausgeschlossen. Und sollte mal ein junger Biber oder ein anderes geschütztes Tier in der Falle sitzen, lässt man es einfach wieder frei“, sagt der Fangjäger. Für größtmöglichen Erfolg stellt Carsten Jacobsen seine Fallen genau dort auf, wo die Nutria sich am liebsten aufhalten – am Wasser. Die Fallen lässt er von Wildkameras überwachen. Findet er abends frische Losung, hat sich meist am anderen Morgen schon eine Nutria gefangen. Um die Nutria zusätzlich für seine Fallen zu interessieren, schneidet er Äpfel klein und verteilt sie vor und in den Fallen. „Zu Beginn habe ich das Obst noch vom Markt geholt. Mittlerweile kaufe ich sackweise Futteräpfel für drei Euro je zehn Kilo. Viel hilft viel“, schmunzelt er. Und tatsächlich: Die Menge der Äpfel reicht eine Zeitlang und damit sie frisch bleiben, lagert Carsten Jacobsen sie in Wasser. Mit seiner Fangmethode hat er im Kalenderjahr 2019 insgesamt 180 Nutria
und Bisam gefangen. In 2020 waren es mit etwa 70 Nutria noch knapp die Hälfte. Dies zeigt: Die Fangjagd in Ochsenwerder
wirkt. Doch mit dem Erfolg fällt ein institutionelles Problem umso deutlicher ins Auge: In der Nähe von Carsten Jacobsens Revier gibt es an den Nebenarmen der Elbe ein Naturschutzgebiet. Dies wird nur sehr eingeschränkt bejagt. Dadurch bildet es das Reservoir, von wo aus Jacobsens gut bejagtes Revier und alle anderen umliegenden Reviere immer wieder mit Nutria aufgefüllt werden.

 

 

Vorteile der Weka invasiv 2 m auf einen Blick

• resistent gegen Nagerschäden
• kann von zwei Personen bewegt werden
• passt auf Wild-Heckträger
• die Falle kann am Wasser platziert werden und schwimmt bei Hochwasser nicht auf
• die Auslösung ist einstellbar, das innenliegende Gestänge verhindert Fehlauslösungen durch Wind oder sich bewegendes Gras
• Losung und Schweiß lassen sich leicht ausspülen
• die Kunststoffrohrfalle heizt sich bei Sonne nur wenig auf
• gefangene Beute verhält sich in der Falle ruhig
• Zubehör wie Köderplatte, Abfangnetz, Entnahme-Adapter erhältlich

 

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